Spitzbuben

Es ist schon wieder Zeit zum Plätzchenbacken. Philipp hat sich Zeit genommen, Teig vorbereitet, Oma eingeladen und dann mit den Kindern und Oma zusammen Plätzchen ausgestochen und gebacken. Die Kinder waren begeistert.

Eine besondere Sorte Plätzchen sind die Spitzbuben. Das sind sozusagen Doppelplätzchen mit Marmelade dazwischen. Die sind aber noch nicht fertig. Heute morgen fragte Janosch aber schon ganz aufgeregt, ob denn die Spitzbuben schon fertig sind, weil er gern welche essen und mit in die Schule nehmen wollte. Da sie nicht fertig waren, musste er sich als Antwort anhören, dass er hier der einzige Spitzbube sei. Als ich das hörte, fühlte es sich für mich wie ein Stich ins Herz an, aber Janosch antwortete fröhlich: “Ja, genau, ich bin ja hier der einzige Bube im Haus und ich bin spitze!”

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Schulstart

Pascale wollte zwar gern, dass die Ferien ewig dauern, aber jetzt hat sie doch Spaß an der Schule. Das liegt wohl vor allem daran, dass sie statt ihrer rosa Mappe den schönsten Rucksack, den man sich nur vorstellen kann, bekommen hat (ein Bild). Aber auch daran, dass sie im neuen Klassenraum den besten Platz bekommen hat, den sie sich vorstellen kann: ganz hinten am Fenster allein auf der Bank. So kann sie ungestört den ganzen Tag aus dem Fenster schauen und träumen, weil das, was drinnen vor sich geht und als Unterricht bezeichnet wird, ja viel zu langweilig ist. Und ich denke, es gibt noch einen dritten Grund, warum die Schule im Moment Spaß macht: alle sind noch so richtig schön entspannt von den Ferien, keiner ist gestresst, man fängt noch etwas gemächlich an. Mal sehen, ab wann Pascale wieder jammert, dass sie in der Schule zu viel gescheucht und gedrängelt wird.

Bei Janosch ist auch noch alles ganz entspannt. In der ersten Woche ist erstmal Kennenlernen und Eingewöhnung angesagt, richtigen Unterricht gibt es erst nächste Woche. Janosch ist allerdings schon ganz ungeduldig und hätte am liebsten schon diese Woche richtigen Unterricht – anscheinend ist er ganz wild aufs Lernen. Wenn man ihn fragt, kann er aber auch nicht sagen, was er eigentlich lernen will.

Die Lehrer nennen das, was diese Woche gemacht wird, Methodentraining. In der Montessori-Schule gibt es ja Lerngruppen für Klasse 1-3 (gelb und orange) und 4-6 (rot und blau). In jeder Lerngruppe sind bis zu 24 Kinder, 1 Lehrer und 1 Erzieher. Und damit nicht alles durcheinander geht, haben sie ganz bestimmte Regeln und Abläufe. Die Kinder, die schon länger da sind, wissen natürlich, wie der Hase läuft, aber die Anfänger sollen das in dieser Woche lernen. Eine Sache weiß ich auch schon: wenn in der Unterrichtsstunde alle ruhig sein und nicht beim Arbeiten gestört werden sollen und jemand auf die Toilette muss, dann muss er sich nicht melden und um Erlaubnis fragen, sondern macht mit den Fingern das OKAY-Zeichen der Taucher (Bild) und geht leise aus dem Raum.

Am ersten Tag durfte Janosch schon mal seinen Namen auf einen Ordner, ein Deutschheft, ein Matheheft und das Elternheft schreiben. Das Elternheft bekommt man am Freitag immer mit nach Hause, um zu sehen, was das Kind in der vergangenen Woche alles gelernt hat. Die Namen der Lehrer und Erzieher konnte sich Janosch bisher nicht merken. Er meinte nur, dass die Lehrerin der gelben Lerngruppe netter ist als die Lehrerin der orangen Lerngruppe – leider ist er in der orangen Lerngruppe. Die Namen der anderen Kinder kennt er auch noch nicht. Nur von einem Jungen hat er sich den Namen gemerkt. Der heißt Niclas, sitzt diese Woche auf dem Platz neben ihm, gehört aber zur gelben Lerngruppe und lernt daher ab nächste Woche in einem anderen Raum. Janosch wollte sich schon mit ihm anfreunden, aber Niclas hat das gleich abgelehnt. Nun denn, ich hoffe, er findet noch Kinder in der orangen Gruppe, die er mag und die auch seine Freunde sein wollen.

Gestern hat mir Janosch erzählt, dass sie ein wenig Englisch gelernt haben: Wörter für Farben. Black, green, blue, yellow und red kannte er ja bereits aus dem ipad-Spiel mit Käpt’n Sharky. Gestern hat er dann noch pink, grey und orange gelernt. Na, wenn das nichts ist. ;-)

Heute morgen auf dem Weg zur Schule sagte er mir, ich solle unbedingt Stift und Papier mitbringen, um die Zahlen einer anderen Sprache abzuschreiben. Ich wunderte mich. Zahlen einer anderen Sprache? Was soll das denn sein? Ich fragte ihn, welche Sprache, aber er wusste es nicht. Dann sagte er mir, die Zehn sieht aus wie ein Kreuz. Oh, da ging mir ein Licht auf: er meint die römischen Zahlen! Und er malte mir mit dem Finger fast alle römischen Zahlen von I bis X in die Luft. Ich war beeindruckt. Nach nur 2 Tagen kann er korrekt die römischen Zahlen, obwohl sie nicht Unterrichtsstoff waren? Wie ging das denn? Später im Klassenraum zeigte er es mir: an der Wand hingen 10 kleine Bilderrahmen, die jeweils zwei Bilder enthielten, einmal die Zahl, wie wir sie schreiben und daneben die römische Zahl. Wow, waren die zwei Tage so langweilig, dass er die ganze Zeit die Wand mit den Bildern angestarrt hat?

Ich finde es nur merkwürdig, dass er sich alle Arten von Zahlen perfekt merken kann, nicht aber Buchstaben und Namen. Rechnen kann er schon ganz großartig, wie das mit dem Lesen gehen soll, ist ihm noch ein äußerst geheimnisumwobenes Rätsel.

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Ferien

Pascale hat Ferien und wünscht, dass sie nie zu Ende gehen mögen.

Janosch hat auch Ferien. Nie wieder Kindergarten. Mama, ich weiß gar nicht, wie das in der Schule so werden wird?

Janosch hat schon Schulsachen. Er setzt ganz stolz seinen Rucksack auf und wandert damit durchs Zimmer: “Ferien sind ja sooooo langweilig. Wann kann ich denn endlich zur Schule gehen?”

Philipp: Das werden wir wohl nie wieder von ihm hören. Wenn er erst mal da war, will er bestimmt auch nur noch Ferien haben.

Ein Glück, dass wenigstens schönes Sommerwetter ist und wir baden gehen können.

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nach langer Zeit mal wieder ein Beitrag: Schlafwandler

Pascale schläft seit einiger Zeit nicht mehr in ihrem Bett. Stattdessen sucht sie sich öfter mal einen neuen Schlafplatz aus. Zuerst kletterte sie in Janoschs Zimmer oben ins Hochbett. Dann schlief sie mal auf der Couch in Janoschs Zimmer. Dann mal wieder im Gästebett. Die neueste Idee war, eine Matratze hinter das Gästebett zu legen und dort zu schlafen. Da schliefen dann gestern beide. Heute liegt sie auf einer Luftmatratze vor unserem Bett im Schlafzimmer. Schade, dass sie sich nicht nach draußen traut. ;-)

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ein ungewöhnlicher Abend

Beim Abendessen spielt Philipp auf dem iPad “Siedler von Catan”, ich lese in der c’t, Pascale liest sehr interessiert die Zeitschrift des neu eröffneten dm (jetzt auch in Wildau neben REWE), Janosch erzählt zuerst was, aber als er mal wieder kein richtiges L sprechen kann, male ich ihm Mund, Nase, Zähne usw. und wie die Zunge im Mund steht, wenn sie L oder N sagt. Daraufhin spricht er plötzlich ein tolles L und malt meine Zeichnung weiter: Augen, den Rest des Kopfes, dann ist das Blatt voll, er nimmt ein neues Blatt und malt einen Rumpf mit Verdauungssystem, dann noch ein Blatt mit Beinen und Füßen und Knochen. Dann erklärt er, dass er das iPad braucht, um Magen, Leber, Dünndarm und Dickdarm richtig einzuzeichnen. Philipp will das iPad nicht hergeben, also muss Janosch aus seiner Erinnerung malen. Das macht er auch und gar nicht so schlecht. Ich bin beeindruckt, was er sich so gemerkt hat. Und das nur, weil er mit der App “Mein Körper” herumgespielt hat.

Später liest Pascale in einem Buch auf meinem Schreibtisch und erzählt mir später im Bett: “Mama, ich habe ein Kapitel aus deinem Buch gelesen, das hatte so einen langen Titel, den habe ich vergessen.” – “Die geheimen Bewohner…?” – “… der Seele und wie sie unser Leben bestimmen”. Ha, sie wusste den Titel besser als ich. Sie sagte: “Ich habe da nur 2 Seiten gelesen, da stand was von einer Seele, die in unserem Körper ist und dass sie verschiedene Eigenschaften hat. Ich habe am meisten von Frau und Kind: Einfühlsamkeit, Kreativität, Verletzlichkeit, Verspieltheit. Aber da waren auch zwei Begriffe, die ich nicht kenne. Ich konnte mir die Worte auch nicht merken. Ich fand es aber total merkwürdig, dass ich nur diese zwei Seiten gelesen habe und danach habe ich mich richtig gut gefühlt. So, als ob plötzlich alles, was mich am Tag belastet hat, verschwunden war.” Boah – was für eine Seelenanalytikerin! Am nächsten Morgen habe ich die zwei Begriffe nachgesehen und ihr erklärt, die sie bisher nicht kannte: Intuition und Intimität.

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nochmal Wildorado

Letzte Woche Mittwoch waren wir nachmittags schon wieder im Wildorado zum Schwimmen, weil unsere kleine heimliche Meerjungfrau es ohne Wasser nicht aushalten konnte – hat sie jedenfalls erzählt. Mehrere Tage hat sie mir erzählt, wie sehr sie das Wasser vermisst und wie schön es doch wäre, endlich abtauchen zu können.

Wir waren etwa um 14 Uhr da, ich hatte Zeit bis 18 Uhr. Pascale schwamm und tauchte und war glücklich. Als es aber 18 Uhr wurde, fiel ihr ein, dass sie doch noch etwas üben müsste, was sie sich bisher nicht getraut hatte: Tauchen ohne Taucherbrille. Hm, na gut. Ich gab ihr noch 5 Minuten und beim dritten Versuch schaffte sie es!

Dummerweise hatte sie aber nicht auf ihren Tauchring aufgepasst. Der hat anscheinend jemand anderem gut gefallen – jetzt ist er weg.

Janosch hat am Ende allerdings gesagt: Ich will nie wieder in die Schwimmhalle! Das ist doch langweilig. Merkwürdig, dass ihm das erst nach 4 Stunden schwimmen aufgefallen ist.

Immerhin konnte ich zwischendurch auch mal 24 Bahnen schwimmen, ohne dass mich ein Kind gestört hat. Ich wär ja gern noch mehr geschwommen, aber dann kam Janosch und hängte sich an mich und dann kam Pascale und hängte sich an mich – und wenn ich selbst nicht stehen kann, sondern schwimmen muss, dann bin ich schwer am Ackern, um nicht selbst unterzugehen, so wie Janosch und Pascale auf mir reiten, hampeln, liegen ….

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noch ein Seepferdchen

In den Ferien war ich mit den Kindern im Wildorado, dem hiesigen Schwimmbad. Im Sommer war das 25m-Becken immer gesperrt wegen Umbauarbeiten, aber das hatte die Kinder nie gestört, weil sie die meiste Zeit im Variobecken verbringen. Das heißt Variobecken, weil sie den Beckenboden verschieden hoch einstellen können, beim normalen Badebetrieb ist die Wassertiefe dann meist bei 1,30m. Pascale kann da gerade so stehen, Janosch nicht, der muss ständig schwimmen. Dass das große Becken gesperrt war, hatte für uns aber den Vorteil, dass man für das Eintrittsgeld von 3 Stunden den ganzen Tag bleiben konnte. Und wenn meine Kinder einmal im Wasser sind, dann gehen die freiwillig nicht mehr raus, bevor das Schwimmbad schließt. Jetzt müssen wir also mehr Eintritt zahlen. Aber egal, ich hatte es versprochen, also gingen wir hinein. Um 12 Uhr waren wir da. Die Hortkinder, die auch an dem Tag in der Schwimmhalle waren, gingen gerade heraus. Und da betonte Pascale, dass das der Grund ist, warum sie nicht vom Hort aus, sondern mit mir schwimmen gehen will. Mit dem Hort muss man ja schon wieder raus aus dem Wasser, noch bevor man richtig nass ist.

Ok, die Kinder schwammen und tauchten also stundenlang. Janosch bekam zwischendurch immer mal Hunger, setzte sich mit mir auf einen Liegestuhl und mampfte unsere mitgebrachten Stullen und Obst. Gegen 17:30 hielt Pascale ihren Hunger dann auch nicht mehr aus und verputzte eine große Portion Pommes mit Hähnchennuggets. Dann wollte sie ins große Becken gehen, aber ich fand die Idee, Janosch allein im kleinen Becken zu lassen und selbst im großen Becken zu frieren, gar nicht gut. Im großen Becken ist das Wasser und auch die Luft wesentlich kälter und mir ist da nur warm genug, wenn ich richtig schnell schwimme. Wenn ich aber ständig zugucken muss, wie Pascale taucht und andere Kunststückchen macht und sie loben und bewundern muss, wie toll sie das macht, dann wird mir dabei nicht warm. Irgendwann verschwand Pascale aber einfach heimlich still und leise und ging allein ins große Becken. Da konnte sie ihren Tauchring nämlich aus 1,80m Tiefe heraufholen. Das machte ihr so großen Spaß, dass sie es wahrscheinlich mehr als 100 Mal gemacht hat.

Gegen 19 Uhr fand im kleinen Becken ein Aquafitness-Kurs statt und wir wurden da herausgeschmissen. Das fanden die Kinder sehr schade, weil es gerade so gemütlich geworden war. Es war schon dunkel, es wurden farbige Leuchten angemacht und Musik gab  es auch. Ich dachte, dass wir dann ja nach Hause gehen können, aber weit gefehlt. Pascale war ja schon im großen Becken und Janosch wollte nun auch dahin. Er fragte mich, wie weit er für das Seepferdchen schwimmen müsste. Einmal durch das kleine Becken? Nein, zweimal durch das kleine oder einmal durch das große. Hm. Er wollte, dass ich mit ihm eine Bahn im großen Becken schwimme. Noch bevor die Bahn fertig war, wollte er Pause machen und schwamm an den Rand. Dann aber weiter und den Rest der Bahn. Und dann: noch eine Bahn. Diesmal schaffte er die ganze Bahn. Es lag also gar nicht daran, dass er nicht mehr konnte, sondern dass er ein bisschen Angst hatte, es nicht zu können. Als er aber merkte, wie gut das ging, wollte er noch eine dritte und vierte Bahn schwimmen. Und dann verlangte er: “Ich will jetzt mein Seepferdchen machen!” Oh, na gut. Ich holte den Schwimmlehrer heran, Janosch sprang ins Wasser, schwamm eine Bahn und holte den Ring aus schultertiefem Wasser (das sind die Bedingungen fürs Seepferdchen), der Schwimmlehrer war ganz begeistert, dass ein 5jähriger das so toll kann und gratulierte Janosch und am Ausgang gab es dann das ersehnte Seepferdchen-Abzeichen und dazu noch einen Schlüsselanhänger als Geschenk. Und Janosch war so glücklich über sein Seepferdchen, dass er gleich noch weitere Bahnen im großen Becken schwamm. Auch er wollte gar nicht wieder aufhören. Irgendwann habe ich die beiden dann doch noch aus dem Wasser geholt und kurz nach halb neun waren wir zuhause.

Nach so viel schwimmen haben beide Kinder mal wieder sehr gut geschlafen. :-) Janosch lag schon im Wohnzimmer auf der Erde, den musste ich nach oben tragen, ihm die Zähne putzen, ihn ausziehen und ins Bett legen – aber das ging super leicht und schnell (viel schneller als sonst, wenn er immer noch gar nicht ins Bett gehen will), denn er wollte ausnahmsweise mal gern schlafen.

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Janosch hilft

Ich war vorhin im Garten, da kommt Janosch halbnackt zu mir: “Mama, ich will meine Muskeln trainieren, was kann ich hier herausreißen?”

Ich zeigte ihm eine Stelle, wo er Vogelmiere rausreißen durfte. Ganz wild riss er die Vogelmiere raus und als sein Eimer voll war, trug er ihn zum Komposthaufen. Meinen vollen Eimer trug er auch noch hin.

Als nächstes sollte das Unkraut im Erdbeerbeet raus. Janosch fragte, ob da auch Erdbeeren an den Pflanzen wären. Ich erklärte ihm, dass es erst im nächsten Sommer wieder Erdbeeren gibt. Da war er traurig: “Das dauert ja noch ganz schön lange.”

Dann hatte er genug von der Gartenarbeit und wollte, dass wir zusammen reingehen. Ich merkte, dass er fror und wollte lieber, dass er sich was anzieht. Stattdessen versuchte Janosch, mich davon zu überzeugen, dass ich mit reinkomme: “Ach Mama, die Gartenarbeit ist doch eigentlich scheißegal, oder?”

Hui – das sah ich zwar nicht so, aber da es schon langsam dunkel wurde, bin ich doch mit reingekommen. Aber erst wollte Janosch noch Malvenblüten futtern und fing sofort damit an. Erstaunlich, dass er die so mag, er ist sie tatsächlich öfter mal. Und er pflückt auch manchmal welche für mich.

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zuviel H20 geguckt?

Pascale stand gestern beim Händewaschen solange vor dem Waschbecken und wusch und wusch ihre Hände und wurde und wurde nicht fertig, dass Philipp fragte: “Pascale, wielange dauert das denn?”

Pascales Antwort: “Wasser ist eben mein Element!”

 

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sexy

Jetzt: Pascale fragt Janosch: “Wollen wir mal ne Tanzshow machen? So ne richtige sexy Tanzshow?”

Da frage ich mich, wie alt sie eigentlich ist. Wieso interessieren sich 8-jährige für Dinge, die sexy sind? Pascale schaut zur Zeit am liebsten “H2O – plötzlich Meerjungfrau”. Das ist ja auch eher eine Teenie-Serie, wo es auch immer wieder um Beziehungen zwischen Jungs und Mädchen geht. Noch vor 1-2 Jahren fand sie das immer peinlich und tat es mit Kommentaren ab: “iiiih, die knutschen sich”. Heute denkt sie anscheinend ernsthaft darüber nach. Sie liest auch Bücher für ältere, in denen es immer wieder darum geht.

Neulich haben Pascale und Janosch für mich eine Zaubershow aufgeführt. Janosch war der große Zauberer. Pascale war die Assistentin. Dafür hat sie sich auch extra sexy angezogen. Bikini und ein grünes Tuch dazu. Das Tuch musste flatternd die sexy Hüft- und Brustbewegungen hervorheben. Das hat sie zwar nicht so gesagt, aber ich hatte den Eindruck, dass sie sich absichtlich so bewegt. Die sexy Assistentin hatte zwar nicht wirklich was zu tun, aber fühlte sich mindestens so wichtig wie der Zauberer selbst. Janosch ist aber noch nicht in diesem Alter und hat bisher kein Verständnis für sexy Gehabe. Bei der Zaubershow war er jedenfalls schwer beschäftigt, die Tricks hinzubekommen und vergaß weitgehend, dass er sich von seiner Assistentin hätte helfen lassen können.

Also statt der sexy Tanzshow möchte Janosch jetzt lieber Playmobil spielen. Ich glaube, Pascale braucht ein älteres Kind für ihre Spiele, wenn sie doch bloß eine Freundin in der Nähe finden würde.

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