1 Woche Janosch

Ja, jetzt ist er schon 1 Woche alt. Hat den Wechsel von drinnen, dem sanften Schaukeln im warmen fruchtwassergefüllten Bauch, nach draußen, der kalten und lauten, manchmal etwas unsanften Welt, anscheinend ganz gut verkraftet. Er schläft viel und ist eigentlich nur unzufrieden, wenn er hungrig ist. Sein Tagesablauf ist ein stetiger Wechsel zwischen Schlafen, Aufwachen und hungrig sein, an der Brust gestillt werden, verdauen und kleine und große Geschäfte machen (und daraufhin die Windel gewechselt bekommen, was oft mit Geschrei begleitet wird), dann aber wieder ganz zufrieden sein und interessiert mit offenen Augen ein paar Minuten die Welt anschauen und dann wieder einschlafen.Ab und zu wird dieser Rhythmus unterbrochen durch seine laut lärmende Schwester, die ihn gern streichelt und Küßchen verteilt oder ihm ihren Finger zum Nuckeln in den Mund steckt. Außerdem durch die Kontrollbesuche der Hebamme, die immer den Bauchnabel säubert, was ziemlich unangenehm ist oder auch mal durch den Kinderarzt, der eine Vorsorgeuntersuchung macht. Wir waren nämlich schon bei der U2. Ergebnis: Der Junge ist kerngesund. Und als der Arzt den kleinen Körper abgetastet hat und auf die wohlgeordnete Funktion aller Organe überprüft hat, hat Janosch ihm gleich den handfesten Beweis geliefert, dass sein Stuhlgang prima funktioniert und eine große Portion davon raus- und dem Arzt entgegengeschoben. Schick. ;-) Janosch hat gleich am ersten Tag 4x dieses grünschwarze Kindspech in die Windel gemacht, das war vielleicht schwer abzubekommen. Seitdem die Muttermilch fließt, besteht der Stuhl aus kleinen gelben Krümelchen, die lassen sich viel leichter entfernen. Erstaunlicherweise macht er fast immer sofort nach dem Stillen die Windel voll. Bei Pascale kam das viel seltener. Unschön ist, dass er dann auch fast immer pullert, wenn wir ihn gerade saubermachen. Und zwar in langem kräftigen Strahl. Dann ist jedesmal Body und/oder Strampler naß und wir müssen ihn umziehen. Wir müssen schnellstmöglich lernen, wie man das verhindert.

Wieviel Janosch in dieser ersten Woche schon gewachsen ist oder zugenommen hat, wissen wir nicht. Aber seine Haut hat sich schon verändert, ist rosiger geworden und hat weniger Flecken (obwohl er auch schon Zeichen von Neugeborenenakne zeigt). Etwas praller ist er auch geworden, dank der vielen Milch, die er schon aus meiner Brust gesaugt hat. Und saugen kann er wie ein Weltmeister. Dahinter steckt eine ungeheure Kraft. Da er bisher Nuckel verweigert hat, stecken wir ihm ab und zu einen Finger in den Mund, an dem er dann so doll saugt, dass es auf die Dauer sehr schmerzhaft werden kann. Ich glaube, Pascale hat weniger stark gesaugt. Aber vielleicht schaffen wir es ja bald, ihm statt Finger den Nuckel schmackhaft zu machen, manchmal klappt das schon ein paar Minuten.

Während der letzten Nächte hat Janosch regelmäßig alle 4 Stunden nach der Brust verlangt. Das finde ich ganz human. Dafür will er abends noch ganz oft und ganz viel trinken. Bei Pascale war es damals anfangs so, dass sie in der zweiten Nachthälfte ganz oft und ganz viel trinken wollte, also alle 1,5 Stunden. So ein 30 min. Stillen/1 h Schlafen – Rhythmus ist furchtbar. Und das wurde erst nach knapp 3 Monaten besser. Da gefällt mir 30 min./3,5-Stunden doch wesentlich besser. Ich hoffe, dass bleibt auch so.

Heute ist nun auch der Nabel abgefallen.

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