Ausflug nach Germendorf

In den Tier-, Freizeit- und Saurierpark Germendorf wollten wir schon lange mal fahren. Janosch hatte das Glück, mit dem Kindergarten im Juni schon da hinzufahren. Es hat ihm sehr gut gefallen und er wollte gern wieder hin. Pascale hingegen zeigte kein großes Interesse. Sie wollte unseren Ausflugstag lieber im Extavium oder im Indoorspielplatz Werder verbringen. Das heißt, eigentlich wollte sie in den Berliner Zoo, aber da stehen während der Ferien immer solche Massen an Besuchern vor dem Eingang, dass ich mich da nicht mit einreihen wollte.

Ich schaute mir auf der Webseite vom Germendorfer Park mal an, was es da alles gibt und entschied, dass wir Janoschs Wunsch umsetzen und da hinfahren. Die haben nicht nur ein paar Tiergehege und ein paar große Saurierfiguren rumstehen, nein, da gibt es auch Seen mit Badestränden und Spielplätze mit modernen Kinderbelustigungsgeräten. Pascale fand als Erstes Gefallen am Water Walking. Da kann man entweder in einem großen Wasserball oder in einer sehr großen Laufrolle auf dem Wasser herumtoben. Pascale hat beides ausprobiert, Janosch die Laufrolle. Beide fanden es so toll, dass sie am liebsten noch mehrmals da reingegangen wären.

Janosch kannte sich einigermaßen aus und wollte uns herumführen. Mit wichtigtuerischer Stimme erklärte er uns, was wir wo sehen können, wie wir zum Piratenwrack kommen u.v.a.m. Dabei hatte er auf seinem halbtägigen Kindergartenausflug gar nicht alles gesehen. Weder die Affeninsel noch das Kinderspielhaus mit den Hüpfburgen, noch die ganzen Gehege mit Kängurus, Zebus, Miniaturpferden, indischen heiligen Kühen usw. hatte er gesehen. Egal. Wir waren 8 Stunden dort und wenn der Park nicht abends schließen würde, hätten wir auch noch dort übernachtet. Beide Kinder waren den ganzen Tag beschäftigt und fanden es unendlich schade und traurig, dass wir abends um sieben wieder nach Hause fahren mussten.

Bei den Dinosauriern standen immer Infotafeln, die ich für Janosch vorlesen musste. Bei jedem wollte er wissen, wie der heißt und wo er früher gelebt hat und ob er Fleisch- oder Pflanzenfresser ist usw. Vieles von den Infos auf den Tafeln war Pascale schon bekannt. Trotzdem las auch sie aufmerksam die Tafeln und jede Saurierart wurde ausgiebig von uns diskutiert. Natürlich mussten wir auch den künstlichen Vulkan besteigen. Oben gabs ein Fernrohr (oh, wie toll, unsere Kinder haben anscheinend noch nie von einem kleinen Hügel durch ein Fernrohr gesehen) und viel Rauch, wenn man einen Euro in den richtigen Schlitz steckte. Der Rauch stank allerdings unangenehm.

Natürlich haben wir uns auch all die vielen lebendigen Tiere angesehen, Rehe und Ziegen gefüttert und gestreichelt, die Kängurus erschreckt, damit wir sehen konnten, wie sie springen (und nicht nur faul rumliegen), den lustigen Totenkopfäffchen beim Klettern zugeschaut, den äußerst interessanten Unterhaltungen der Papageien gelauscht, viele Biber bestaunt …

Mindestens genauso gut wie die Tiere fanden Janosch und Pascale die Spielgeräte. Das Piratenwrack war toll, noch besser aber war der automatische Sessellift über den See und das Mondlooping. Da sitzt man zu zweit fest angeschnallt in einer Kapsel, die aussieht wie ein Mond, der auf einer Stange um die Erde kreist. Drinnen hat man Knöpfe für Vorwärts- und Rückwärtsloopings, dann dreht sich die Kapsel einmal im Kreis (kopfüber!). Pascale hat hinterher nur bedauert, dass sie den Looping-Knopf nicht noch viel öfter gedrückt hat. Bei jeder Umdrehung hörte ich meine Kinder vor Vergnügen laut juchzen.

Eigentlich wollten wir noch baden, aber es war dann doch etwas kalt. Janosch ging zwar rein, kam aber ziemlich schnell zitternd wieder raus. Ein Junge hatte ihm erzählt, dass da eine gefährliche Wasserschlange wäre, das war ihm auch nicht geheuer.

Zwischendurch hat es mal geregnet, da haben wir Station im Hüpfburgenhaus gemacht, das fand Janosch auch sehr schön. Pascale wollte da nach einer Weile raus, hat dann aber doch ein etwa gleichaltriges Mädchen gefunden, mit der sie spielen konnte. Und als der Regen wieder aufhörte, konnten wir natürlich den Park weiter erkunden.

Mindestens zweimal am Tag hat Pascale mir gesagt, dass sie es überhaupt nicht bereut, dass wir nach Germendorf und nicht zum Indoorspielplatz gefahren sind, denn Germendorf hat ganz eindeutig den höheren Spaßfaktor.

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