Ballett hin oder her

Im Mai hatte Pascale sich gewünscht, Ballettunterricht zu bekommen. Wir hatten uns 3 Kurse angesehen, der dritte hat ihr so gut gefallen, dass sie nach jedem Termin gesagt hat: “Mama, am liebsten würde ich jeden Tag zum Ballett gehen.” Nach der Sommerpause war es dann aber anders. Der Kurs dauerte nicht nur 45 Minuten, sondern eine ganze Stunde, einige Kinder waren nicht mehr dabei, neue sind hinzugekommen. Die Übungen wurden schwieriger – aber für Pascale anscheinend nicht schwierig genug. Vor jeder Tanzstunde jammerte sie nun: “Mama, ich will gar nicht zum Tanzen, das ist doof.” Hm, was war los? Wurden im Kurs immer wieder die gleichen Dinge geübt, was Pascale auf die Dauer langweilig fand? Ich habe nämlich schon das Gefühl, dass Tanzen an sich ihr immer noch Spaß macht. Oft sehe ich sie zuhause im Zimmer herumtanzen und Ballettübungen ausprobieren. Also habe ich mich an Tabea gewandt und ihr gesagt, das Pascale nicht mehr kommen will. Tabea ist dann speziell auf Pascale eingegangen, hat sie im Unterricht besonders beobachtet und danach mit ihr gesprochen. Erst hat sie mit Pascale vereinbart, dass sie bis zur Prüfung mitmachen soll und danach entscheiden sollte, ob sie generell mit dem Ballett aufhören oder weitermachen will. Damit war Pascale erstmal einverstanden, aber sie lag mir weiterhin in den Ohren, dass sie gar keine Lust mehr dazu hat. Naja, ich hatte ihr erklärt, dass es bis zur Prüfung noch sehr lange hin ist, nämlich erst im Mai oder Juni 2013. Also sprach sie nochmal mit Tabea, woraufhin Tabea vorschlug, dass sie doch mal probeweise in eine andere Gruppe gehen soll und dort mittanzt, damit sie mal ein paar schwierigere Übungen kennenlernt. Tabea hat zum Glück großes Verständnis dafür, dass Pascale sich geistig langweilt, wenn sie ständig Neues kennenlernt. Also war Pascale gestern mal in der größeren Gruppe dabei. Das waren dann Mädchen, die schon in der 2. oder 3. Klasse sind und die Primary-Prüfung schon absolviert haben. So weit, so gut. Pascale hat also geistig neuen Input bekommen und gemerkt, dass sie die komplizierteren Übungen noch nicht so gleich kann. Sie sagte: “Naja, bei einem Sprung, da hab ich mich verwirrt.” Was auch immer sie damit meint. Tabea will sich nun erkundigen, ob es noch eine Gruppe gibt (bei einer anderen Kursleiterin), die leistungsmäßig zwischen Pascales jetziger Gruppe und der Gruppe, wo sie gestern war, liegt. Wenn ja, könnte sie da rein. Wenn nicht, wird sie vielleicht in nächster Zeit hin und her springen, mal hier, mal da trainieren. Um sowohl die Basisübungen zu festigen und zusätzlich neue, schwierigere Übungen kennenzulernen. Bin sehr gespannt, wie das wohl wird.

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