der Ofen ist da

Angekündigt war er ja für diese Woche. Er kam dann aber doch ein bisschen plötzlich. Mittwoch bekam ich eine Email, dass Donnerstag der Ofen angeschlossen wird. Nachdem also am Donnerstag die Treppenbauer abgezischt waren, trudelten Frau Homeyer und Herr Stagraczynski ein. Sie stellten den Ofen auf und brachten auch einen 15kg-Sack Holzpellets mit, damit testeten sie, ob er auch ordnungsgemäß funktioniert. Leider tat er dies erstmal nicht. Das erste Ärgernis war, dass die Tür vom Ofen sich nicht richtig öffnen und schließen lässt. Da ist wohl ein Blech nicht exakt gebogen worden oder die Tür zu weit nach links gerutscht oder so ähnlich. Jedenfalls muss da wohl nochmal jemand kommen und das richten. Und dann sprang der Ofen zwar an, wollte aber nicht wieder ausgehen. Herr Stagraczynski hat dann gestern abend ziemlich lange da gesessen und geflucht und die Ursache gesucht und gefunden und noch mehr geflucht und nach einer Lösung gesucht. Es lag daran, dass auf dem Elektrokabel eine Frequenz draufliegt, sogenannter Leitungsschmutz, vielleicht vom nahe gelegenen Mobilfunkmast. Nun ja, ist wohl ein dummer Zufall, dass die Leitung genau so eine Länge hat, dass sie als Antenne für diese Frequenz empfänglich ist, die da stört. Jedenfalls ist die Ofensteuerung sehr empfindlich und sie interpretiert dieses Signal, was eigentlich nicht da sein sollte, als “An”-Befehl. Die Lösung sah dann so aus, dass er den Ofen über eine speziell präparierte Verteilerdose angeschlossen hat, die er einfach in die nächstgelegene Steckdose gesteckt hat. Und dann funktionierte der Ofen.

Außerdem haben sie an der Technikzelle eine abschließbare Tür angebaut. Und den Rahmen der Bodentreppe angebaut. Und noch einen Blower-Door-Test für den Ofen gemacht. Und dann wollten sie eigentlich das Haus an uns übergeben, sprich die offizielle Abnahme machen. Dafür waren wir allerdings noch nicht vorbereitet, unsere Mängelliste haben wir noch nicht geschrieben. Ja, sicher, hätten wir längst machen können. Aber Philipp musste ja auch arbeiten und wollte gern dabeisein. Und schließlich finden wir, dass das Haus noch gar nicht abnahmereif ist, so in dem jetzigen Zustand, wo noch die Elektro- und Sanitärendinstallation gemacht werden muss. Das wird zwar laut aktueller Planung nächste Woche passieren, aber wer weiß, was vorher oder dabei noch alles schiefgeht. Jedenfalls haben wir also heute die Abnahme verweigert. Moresby sagt aber, sie haben in den nächsten 3 Wochen und eigentlich dieses Jahr überhaupt gar keine Zeit mehr, für eine Abnahme herzukommen. Aber wenn wir am 19.11. einziehen, dann gilt das ja sowieso formell als Abnahme. Also haben wir uns bisher so geeinigt, dass wir unsere Mängel- und Restarbeitenliste schriftlich einreichen, diese abgearbeitet wird und dann mal sehen, ob es noch strittige Punkte gibt, noch eine Besichtigung und Einigung erforderlich ist usw. Etwas unschöne Situation, aber ich weiß auch nicht, wie man es hätte besser machen können.

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