Haushaltshilfe oder Berufswunsch

Gestern Abend gab es Spargel mit Rühreiern und Kartoffeln. Janosch sah, wie ich Kartoffeln schälte und fragte: “Mama, darf ich das machen?” Ich gab ihm den Gemüseschäler und er versuchte sich im Kartoffelschälen. Zuerst klappt es gar nicht. Dann zeigte ich ihm, dass er mit dem Schäler ein bisschen mehr gegen die Kartoffel drücken muss. Kraft hat er ja, er wusste nur nicht, wie er sie einsetzen muss. Kurze Zeit später schaffte er es. Natürlich war er noch nicht so geschickt und es dauerte eine ganze Weile länger als bei mir, bis er eine Kartoffel fertighatte, aber er bemühte sich sehr. Nach 2 Kartoffeln rannte er aber plötzlich zu Pascale an den Computer und schaute, was sie da schaute. Ich sagte nichts weiter dazu und schälte selbst weiter. Aber nach ein paar Minuten sagte Janosch zu Pascale: “Ich gehe jetzt wieder Kartoffeln schälen.” Und schwupps, war er wieder bei mir und wollte weitermachen. Durfte er auch. Ich kümmerte mich derweil schon mal um die Eier. Nach einer Weile berichtete mir Janosch ganz erstaunt: “Das macht mir ja Spaß. Vielleicht werde ich ja ein Koch.”

Ich finde es jedesmal sehr interessant, wenn Janosch über seinen späteren Beruf nachdenkt. Manchmal fragt er mich: “Mama, was soll ich werden? Bauarbeiter oder Polizist?” Oder irgendetwas anderes, von dem er gerade erfahren hat, dass das ein wichtiger Beruf ist. Unangenehm ist es allerdings, wenn er mich immer wieder fragt, wo und als was ich arbeite, also was mein Beruf ist. Ich habe es ihm zwar schon mehrmal erklärt, aber anscheinend hat er das noch nicht so richtig verstanden.

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