Herbstpicknick mit neuen Erkenntnissen über Enten

Heute ist in Brandenburg ein Feiertag. Pascale muss nicht in die Schule, Janosch kann nicht in den Kindergarten gehen. Ich bleibe bei ihnen zuhause. Nur Papa muss arbeiten. Pascale hatte die Idee, ein Picknick draußen im Grünen zu machen. Da die Sonne so schön scheint, hatte ich nichts dagegen. Wir suchten uns etwas Essen und Trinken zusammen: Pascale machte sich ein paar Stullen, Janosch machte für sich ein paar Stullen, ich machte mir einen Smoothie, Pascale hatte von gestern noch eine Flasche Tee übrig, holte sie aus dem Kühlschrank und stellte fest: “Das ist ja jetzt Eistee – hahahahahaha”. Etwas Obst war auch noch da. Pascale meinte, wir müssten auch noch eine extra Scheibe Brot mitnehmen – falls wir Enten treffen. Dann packten wir noch unsere Picknickdecke ein und wollten eigentlich losfahren, denn es war inzwischen schon nach 13.00 Uhr. Ja, es dauert immer sehr lange, bis wir alle fertig sind. Diesmal bekam ich zwischendurch noch einen Anruf, Pascale wollte erst noch wissen, wie groß eigentlich Schwäne sind und ob die beißen und tausenderlei Dinge mehr. Janosch hatte schon einen Riesenhunger und wollte schon hier was essen. Pascale sagte immer wieder: “nein, wir essen erst im Park.” Und Janosch jammerte immer wieder: “Aber ich habe schon einen Riesenhunger.” Und als Pascale mal abgelenkt war, futterte er doch schon etwas von seinem Käsebrot weg. Irgendwann endlich fuhren wir dann aber doch los zum Schlosspark Königs Wusterhausen. Das Ziel hatte Pascale ausgesucht, sie wollte gern in einen Park gehen. Als wir ankamen, geriet sie auch gleich ins Schwärmen: “oh, so schöne große Wiesen und Bäume, gibt es hier auch Blumen? nein, naja, trotzdem schön, so ruhig, kein Geschrei, keine vielen Menschen, die um einen herumrennen, keine Tische, die im Weg stehen” – ja, eine schöne Abwechslung zu dem nervigen Schulalltag. Wir gingen bis zum Fluss und legten unsere Picknickdecke in der Sonne aus.
Schon kamen auch einige Enten angeschwommen und Pascale begann, ihnen Brotstückchen hinzuwerfen. Wir amüsiertern uns über die Enten, wie sie nach unseren paar Brotstückchen um die Wette jagten. Dann aßen wir selbst unsere mitgebrachten Leckerli. Später kamen nochmal zwei Enten in die Nähe des Ufers und die Kinder beobachteten sie und lachten, als die Enten das taten, wovon wir in dem Lied “Alle meine Entchen immer singen: Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh’. Pascale rief in totalem Erstaunen aus: “Dann stimmt das ja wirklich in dem Lied.” Sie war völlig hingerissen von dieser Erkenntnis. Und Janosch war begeistert von dem Anblick der in die Höhe zeigenden Entenpopos. Er kriegte sich kaum wieder ein vor Lachen.
Pascale hatte noch ein paar Spielfiguren mitgebracht und wir mussten noch mit Lili, der Schildkröte und Liane, der Fee, spielen. Dabei haben wir zwischendurch über Gletscher diskutiert und warum es auf hohen Bergen kalt ist, obwohl Wärme doch nach oben steigt und wie hoch der größte Berg der Welt ist und wo er ist und warum es so gefährlich und beschwerlich ist, ihn zu besteigen und was die Namen Mount Everest und Mont Blanc eigentlich bedeuten usw. Und dann wurde uns doch recht kalt und Pascale musste mal pipi und da packten wir schnell alles wieder ein und wanderten mit unterwegs aufgesammelten Wanderstöcken durch den Park zurück zum Parkplatz und fuhren nach Hause. Und wir fanden alle drei, dass es ein schöner Ausflug war. Pascale möchte gern öfter mal wandern gehen, sagte sie noch – und ergänzte gleich: “aber nicht so weit”. ;-)

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