Janosch und Pascale

Mir ist aufgefallen, dass ich in letzter Zeit gar nicht mehr dazu komme, mal was über Pascale und Janosch zu schreiben. Dabei machen die beiden die lustigsten Sachen. Manchmal nerven sie mich auch furchtbar, aber so ist das eben, wenn ich mich zuwenig um sie kümmere, weil ich mal wieder mit dem Hausbau beschäftigt bin.

Gestern hat Steffi Pascale gefragt, wann sie denn wegzieht und in den neuen Kindergarten geht. Und was antwortet sie: “Weiß ich nicht, aber wird Zeit, dass ich hier rauskomme.” Auweia, das klingt ja, als ob der Kindergarten ein Gefängnis wäre. Dabei hat man immer den Eindruck, als ob sie gern hingeht.

Janosch liebt Musik. Mehrmals am Tag zerrt er mich am Finger ins Wohnzimmer, zieht sich aus der Schublade mit den CDs eine raus, versucht sie in den CD-Player einzulegen (lässt sich von mir dabei helfen) und dann tanzt er oder zieht mich weiter zur Couch, setzt sich auf meinen Schoß und schnappt sich ein Buch zum Angucken. In rasantem Tempo blättert er durchs Buch, sieht sich hier und da mal ein Bild genauer an und macht passende Geräusche zu den Tieren (a-a = Esel, au-au = Hund, au = Katze, gak-gak = Ente, ch-ch = Schwein, bu = Kuh), springt dann wieder auf, holt ein anderes Buch, setzt sich wieder hin usw. Alles in einem Affentempo und mit Hektik, dass ich es ziemlich anstrengend finde. Pascale war da ganz anders. Der musste man stundenlang was zu der selben Seite im Buch erzählen. Janosch holt sich dann zwischendurch wieder was anderes: ein Auto zum Umherschieben, Bälle zum Werfen und Wiederholen …

Neulich hatte Pascale einen gasgefüllten Luftballon bekommen. Nach einigem Geschrei, wer den Ballon in der Hand halten darf, hat Pascale sich zurückgezogen und Janosch hat beglückt immer wieder den Ballon fliegen lassen. Ich sollte ihn dann immer wieder von der Decke runterholen. Kaum gab ich Janosch den Ballon, hat er ihn fasziniert wieder fliegen lassen. Nach dem 25-ten Mal hatte ich nicht mehr so recht Lust, ihn wieder runterzuholen, aber das Bettelgeschrei von Janosch konnte ich auch nicht ertragen. Er gab keine Ruhe. Es war ihm nie genug. So wurde es ein sehr anstrengender Tag.

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