Briefkasten und mehr

Wir haben einen neuen Briefkasten. Einen Briefkasten im Haus. Den hat Pascale gebastelt und wir können uns jetzt täglich Briefchen schicken. Jeweils morgens und abends darf einer von uns zum Briefkasten gehen und ihn leeren. Gestern hat Pascale für Janosch einen Entschuldigungsbrief hineingetan, weil sie ihm irgendwas dummes angetan hatte.

Janosch wollte heute eigentlich einen Brief an Pascale schreiben und ich sollte ihm aufschreiben, was er diktiert, aber daraus ist nichts geworden, weil er sich mit anderen Dingen beschäftigt hat. Er musste unbedingt was leckeres kochen (gespielt) und dafür ein Rezept malen. Das Rezept hat er mir dann gezeigt: Banane, Erdbeere, Radieschen. Ah – es wird eine Obstsuppe! Naja, es wurde dann noch ein ganzer bunter Obst-Gemüse-Eintopf. Als er fertig war, kam er freudestrahlend zu mir und fragte, ob ich ihm helfe, den Tisch zu decken. Leider habe ich ihn abgewiesen, weil ich mit eigenen Essenszubereitungen beschäftigt war. Heute habe ich mich mal wieder um einen Eimer voll von den scheinbar unendlich vielen Birnen gekümmert. Ich habe sie zu Mus verarbeitet und als Eiswürfel in den Gefrierschrank gepackt. Janosch fand das Birnenmus so lecker, dass er gleich mal einen ziemlich großen Teil davon weggeschlabbert hat.

Heute Abend schrieb mir Pascale noch einen Brief. Das hatte ich mir gewünscht, weil ich ihr Spiegeleier braten sollte. Sie schrieb mir, dass sie mit mir ein Herbstfest planen und durchführen will. Oh je. Das wird noch lustig. Besonders weil ihr außer Mara keiner einfällt, wen sie einladen will. Und wenn Mara dann keine Zeit haben sollte, machen wohl Pascale, Janosch und ich das Herbstfest. :-)

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Janosch malt ein Mandala

J_Mandala

Und so sieht es aus. Nicht so richtig wie ein Mandala, aber er hat unsere Mandala-Malform dafür benutzt.

Janosch hat mir erklärt, welche seiner Phantasiegestalten er da gemalt hat. In seiner Phantasie fallen Regentropfen immer im Doppelpack herunter. Die Erklärung der anderen Dinge auf dem Bild konnte ich mir nicht merken. Manches kann man ja deutlich erkennen.

Am meisten beeindruckt hat mich die Stolperfallenpflanze. Sie hat Wurzeln (die zwei unten links, etwas, was über der Erde wächst und noch eine Stolperfalle (ich hab das mal im Bild markiert). Da ist Janosch in seiner Phantasie schon sehr oft drüber gestolpert.

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das dritte Schuljahr hat begonnen

Seit Beginn des 3. Schuljahres ist Pascales Klassenraum im großen Schulhaus. (1. und 2. Klasse sind im kleinen Schulhaus). Der neue Klassenraum gefällt ihr viel besser. (Mir nicht, aber ich muss da ja nicht rumsitzen.)

Die Kinder durften sich am ersten Tag hinsetzen, wo sie wollten. Pascale hat sich an der Wandreihe ganz nach hinten gesetzt und Damian, der erst vorn saß, kam zu ihr und setzte sich neben sie. Seitdem vergehen Pascales Schulstunden wie im Flug, obwohl sie jetzt jeden Tag 5 Stunden haben und nicht mehr nur vier wie in den ersten beiden Jahren. Woran das wohl liegt?

Gestern hat sich Pascale beschwert, dass die anderen Kinder sie oft ärgern, weil Damian und sie Freunde sind. Hm, was soll ich dazu sagen? Außerdem findet sie es nicht gut, dass Damian sie für sich allein haben will (sie möchte auch mal mit ihren anderen Freunden spielen), aber dann doch häufig, wenn Jonas oder irgendwer auftaucht, mit Jonas oder den anderen rumalbert und Pascale völlig ignoriert. “So macht man das nicht mit Freunden” sagt sie. Ja, gutes Sozialverhalten zu lernen ist nicht leicht.

Heute hat mir Pascale von ILeA, den individuellen Lernstandsanalysen, berichtet. Die Kinder müssen Aufgaben in Deutsch und Mathe lösen und bekommen eine Bewertung 1, 2 oder 3 oder 3+ (das Bestmögliche). In Deutsch hat Pascale einmal 3 und dreimal 3+ erreicht. Die Aufgaben kann man sich hier runterladen. Am Montag soll sowas auch für Sport gemacht werden. Bin gespannt, wie Pascale da abschneidet. Im Sport ist sie nämlich ziemlich schlecht.

Außer beim Schwimmen. In der ersten Woche sollten alle Kinder in der Schwimmhalle vorführen, wie gut sie Schwimmen und Tauchen können. Und dann wurden sie entweder in die Gruppe S=Schwimmer oder NS=Nichtschwimmer eingeordnet. Pascale ist ein S. Und das Schöne daran ist: die Schwimmer haben erst im zweiten Halbjahr Schwimmunterricht. Im ersten Halbjahr haben sie Mittwochs die erste und zweite Stunde frei und können ausschlafen! (Das finde ich im Winterhalbjahr noch viel besser als im Sommerhalbjahr.)

 

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Pascale wird mutig

Sie traut sich jetzt, von der Schule allein nach Hause zu gehen!

Und sie genießt es: sie singt und freut sich, das keiner zuhört und meckert.

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Janoschs erster Wackelzahn

Seit einigen Tagen wackelte bei Janosch der erste Zahn. Unten links der erste Schneidezahn. Gestern konnte er ihn schon komplett nach vorn umklappen. Aber abreißen wollte er ihn nicht.

Heute morgen, als Philipp Janosch wecken wollte, klebte ihm der Zahn an der Backe. Tja, da musste Philipp als Vertretung der Zahnfee mal eben einen Euro springen lassen. Das Spielchen mit der Zahnfee braucht Janosch nicht, denn neulich hat er mir ernsthaft erklärt, dass es die ja gar nicht gibt. Aber wenn er von den Eltern dafür eine Belohnung bekommt, ist das ganz ok.

Etwas später saß Janosch am Tisch und trank Saft. Philipp fragte ihn, wo denn der Zahn sei. “Weiß ich nicht.” Philipp: “Aber der lag doch hier auf dem Tisch.” Janosch: “Oh, dann ist er jetzt in der Spüle und weg.” Janosch lief zur Spüle und sag nach. Ja, er hatte wohl nicht erkannt, dass das weiße Etwas auf dem Tisch sein herausgefallener Zahn war. Da war er plötzlich traurig: “Ich wollte ihn nochmal sehen.” Philipp zeigte ihm zum Trost die Zähne, die er noch von Pascale aufgehoben hatte.

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Ausflug nach Germendorf

In den Tier-, Freizeit- und Saurierpark Germendorf wollten wir schon lange mal fahren. Janosch hatte das Glück, mit dem Kindergarten im Juni schon da hinzufahren. Es hat ihm sehr gut gefallen und er wollte gern wieder hin. Pascale hingegen zeigte kein großes Interesse. Sie wollte unseren Ausflugstag lieber im Extavium oder im Indoorspielplatz Werder verbringen. Das heißt, eigentlich wollte sie in den Berliner Zoo, aber da stehen während der Ferien immer solche Massen an Besuchern vor dem Eingang, dass ich mich da nicht mit einreihen wollte.

Ich schaute mir auf der Webseite vom Germendorfer Park mal an, was es da alles gibt und entschied, dass wir Janoschs Wunsch umsetzen und da hinfahren. Die haben nicht nur ein paar Tiergehege und ein paar große Saurierfiguren rumstehen, nein, da gibt es auch Seen mit Badestränden und Spielplätze mit modernen Kinderbelustigungsgeräten. Pascale fand als Erstes Gefallen am Water Walking. Da kann man entweder in einem großen Wasserball oder in einer sehr großen Laufrolle auf dem Wasser herumtoben. Pascale hat beides ausprobiert, Janosch die Laufrolle. Beide fanden es so toll, dass sie am liebsten noch mehrmals da reingegangen wären.

Janosch kannte sich einigermaßen aus und wollte uns herumführen. Mit wichtigtuerischer Stimme erklärte er uns, was wir wo sehen können, wie wir zum Piratenwrack kommen u.v.a.m. Dabei hatte er auf seinem halbtägigen Kindergartenausflug gar nicht alles gesehen. Weder die Affeninsel noch das Kinderspielhaus mit den Hüpfburgen, noch die ganzen Gehege mit Kängurus, Zebus, Miniaturpferden, indischen heiligen Kühen usw. hatte er gesehen. Egal. Wir waren 8 Stunden dort und wenn der Park nicht abends schließen würde, hätten wir auch noch dort übernachtet. Beide Kinder waren den ganzen Tag beschäftigt und fanden es unendlich schade und traurig, dass wir abends um sieben wieder nach Hause fahren mussten.

Bei den Dinosauriern standen immer Infotafeln, die ich für Janosch vorlesen musste. Bei jedem wollte er wissen, wie der heißt und wo er früher gelebt hat und ob er Fleisch- oder Pflanzenfresser ist usw. Vieles von den Infos auf den Tafeln war Pascale schon bekannt. Trotzdem las auch sie aufmerksam die Tafeln und jede Saurierart wurde ausgiebig von uns diskutiert. Natürlich mussten wir auch den künstlichen Vulkan besteigen. Oben gabs ein Fernrohr (oh, wie toll, unsere Kinder haben anscheinend noch nie von einem kleinen Hügel durch ein Fernrohr gesehen) und viel Rauch, wenn man einen Euro in den richtigen Schlitz steckte. Der Rauch stank allerdings unangenehm.

Natürlich haben wir uns auch all die vielen lebendigen Tiere angesehen, Rehe und Ziegen gefüttert und gestreichelt, die Kängurus erschreckt, damit wir sehen konnten, wie sie springen (und nicht nur faul rumliegen), den lustigen Totenkopfäffchen beim Klettern zugeschaut, den äußerst interessanten Unterhaltungen der Papageien gelauscht, viele Biber bestaunt …

Mindestens genauso gut wie die Tiere fanden Janosch und Pascale die Spielgeräte. Das Piratenwrack war toll, noch besser aber war der automatische Sessellift über den See und das Mondlooping. Da sitzt man zu zweit fest angeschnallt in einer Kapsel, die aussieht wie ein Mond, der auf einer Stange um die Erde kreist. Drinnen hat man Knöpfe für Vorwärts- und Rückwärtsloopings, dann dreht sich die Kapsel einmal im Kreis (kopfüber!). Pascale hat hinterher nur bedauert, dass sie den Looping-Knopf nicht noch viel öfter gedrückt hat. Bei jeder Umdrehung hörte ich meine Kinder vor Vergnügen laut juchzen.

Eigentlich wollten wir noch baden, aber es war dann doch etwas kalt. Janosch ging zwar rein, kam aber ziemlich schnell zitternd wieder raus. Ein Junge hatte ihm erzählt, dass da eine gefährliche Wasserschlange wäre, das war ihm auch nicht geheuer.

Zwischendurch hat es mal geregnet, da haben wir Station im Hüpfburgenhaus gemacht, das fand Janosch auch sehr schön. Pascale wollte da nach einer Weile raus, hat dann aber doch ein etwa gleichaltriges Mädchen gefunden, mit der sie spielen konnte. Und als der Regen wieder aufhörte, konnten wir natürlich den Park weiter erkunden.

Mindestens zweimal am Tag hat Pascale mir gesagt, dass sie es überhaupt nicht bereut, dass wir nach Germendorf und nicht zum Indoorspielplatz gefahren sind, denn Germendorf hat ganz eindeutig den höheren Spaßfaktor.

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Restaurant Kochstraße

Gestern wollte ich Gemüsebratlinge machen. Pascale kennt vom Schulessen Gemüseburger, die sie gern isst und deshalb auch mal machen wollte. Mein Rezept sah allerdings Curry und Kurkuma als Gewürze vor, das wollte sie auf keinen Fall. Deshalb schlug ich ihr vor, dass wir einfach zweimal Gemüseburger machen. Ich meine, sie ihre. Dann können wir beide Sorten probieren und sehen, was uns besser schmeckt. Pascale war einverstanden.

Pascale wollte ein eigenes Rezept erfinden. Sie überlegte, woraus die Gemüseburger denn bestehen könnten. Möhren sind drin, fiel ihr ein. Sie fing an, Möhren zu schälen und zu schneiden. Sie wollte große Stücke. Und dann wollte sie noch Reis. Sonst nichts. Nur ein Ei, damit es schön zusammenklebt. Hm, ich schlug ihr noch verschiedene andere Gemüsesorten vor. Nach einer Weile akzeptierte sie Porree. Ich kochte also Reis und Pascale manschte Möhrenstücke, Porreeringe, Reis und ein Ei zusammen. Da das noch nicht so gut klebte, nahm sie ein weiteres Ei und Paniermehl dazu.

Plötzlich kam Pascale die Idee, dass wir ja Restaurant spielen könnten. Sie wollte den Kellner spielen, Janosch und ich sollten Gäste sein. Zu dem Zeitpunkt ahnte ich nicht, wie aufwändig das werden würde. Als die Burger fertig waren, musste nämlich noch ein Restaurant-Schild gebastelt werden, eine Speisekarte geschrieben und ein Fruchtdrink gemixt werden. Es sollte ja auch Getränke geben. Den Fruchtdrink wollte Pascale gern als frisch gepressten Saft aus Orange, Zitrone, Apfel und Banane machen. “Mama, kann man Äpfel in der Saftpresse auspressen?” In der Zitruspresse nicht, nein. Deshalb schlug ich vor, das Obst im Mixer zu pürieren und mit Wasser zu verdünnen. Sie war einverstanden.

Als Janosch vorbeikam, wollte er unbedingt auch kochen und nicht nur Gast spielen. Das ging nicht, denn wir waren schon fertig mit kochen. Da wollte er die Speisekarte schreiben. Aber er kann doch noch gar nicht schreiben. Na, dann eben Bilder dazu malen. Bis Pascale sich darauf einlassen wollte, Janosch mitmachen zu lassen, wollte Janosch schon nicht mehr. Aber essen wollte Janosch jetzt. Pascale: “Nein, Janosch, das Restaurant hat noch nicht geöffnet.” Für das Restaurantschild wollte Pascale von mir wissen, wie das Restaurant heißen könnte. Auf die Schnelle fiel mir nur ein “Restaurant Kochstraße”. Das gefiel Pascale.

So konnte es dann doch bald Essen geben. Leider schmeckte Janosch der Gemüseburger von Pascale nicht und meiner erst recht nicht, denn auch er mag indische Gewürze nicht. So aß er nur Himbeeren und Brombeeren und trank den selbstgemachten Fruchtdrink. Obwohl der Drink angeblich nicht gut schmeckte. Ich fand Pascales Burger etwas zu fest und aß lieber meine. Pascale fand ihre Burger total lecker, jedenfalls die ersten drei Stück. Danach schmeckte ihr der vierte nicht mehr und plötzlich verzog sich sie sich nach drinnen.

Später fragte sie mich, ob ich wüsste, was sie da macht. “Ich sitze auf dem Grübelhügel.” ??? “Das bedeutet, dass ich traurig bin.” Oh, warum? “Naja, ich hatte mir das so toll vorgestellt mit dem Restaurant, aber keiner mag meine Gemüseburger, der Fruchtdrink schmeckt auch nicht. Das ist doof.” Aber vorher hatte sie mir noch sehr überzeugend versichert, dass es überhaupt nicht schlimm wäre, wenn das Essen nicht sooooo lecker wird, weil wir es ja zum ersten Mal ausprobieren. “Davon geht die Welt nicht unter.” Na gut, untergegangen ist die Welt nicht, aber ein paar Minuten traurig sein auf dem Grübelhügel mussten schon sein, um die Enttäuschung zu verarbeiten. ;-)

Achso, den Kellner hat Pascale tatsächlich noch gespielt und uns gut bedient. Nur bis zum Abräumen ist sie nicht gekommen, denn da saß sie ja auf dem Grübelhügel (das ist der Sitzkissenstapel).

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Besuch im Schwimmbad

Heute durften Janosch und Pascale mal zuhause bleiben. Pascale wünschte sich einen Besuch im Schwimmbad. Kaum kamen wir an, sahen wir, dass die Hortkinder und Erzieher auch im Wildorado planschten. Sie wollten zwar eigentlich ins Freibad Miersdorf, aber aufgrund des Regens entschieden sie, lieber in die Schwimmhalle zu gehen. Pascale war begeistert, ihre Lieblingserzieherin zu treffen, aber mit den Kindern wollte sie nichts zu tun haben. Wenn Pascale im Hort gewesen wäre, hätten sie sie gar nicht mitgenommen ins Schwimmbad, weil sie noch kein Seepferdchen hat.

Sowohl Pascale als auch Janosch schwammen aber munter drauf los und hin und her und übten tauchen und vergnügten sich, als ob es nichts Schöneres auf der Welt gäbe als Baden. Janosch war allerdings öfter mal zu wild und kletterte wieder auf mir rum und stieß sich auch von Pascale ab, was ihr weh tat. Deshalb wollte Pascale am liebsten nur mit mir allein sein. Aber wie? Janosch war immer wieder überall, egal, wo wir hingingen. Dann verzog sich Pascale und planschte ein wenig für sich selbst. Sie machte mir aber andauernd wieder Vorwürfe, dass Janosch ja schon so lange mit mir zusammen planschen kann und sie nicht. Tja, da war ich auch etwas ratlos.

Außerdem tat sich Pascale dauernd was weh, stieß hier an und dort und dann flog ihr auch noch ein Ball an den Kopf, den ein größerer Junge aus Versehen da hingeworfen hatte. Da hatte ich eine Weile zu tun, Pascale wieder zu beruhigen.

Wir rutschten auch wieder ganz viel und schnell auf der Wasserrutsche. Allein, zu zweit und einmal auch zu dritt. Eigentlich darf Janosch noch nicht allein rutschen, weil er noch nicht 6 Jahre alt ist, aber da hat keiner nach gefragt. Am Ende der Rutsche wird immer angezeigt, wieviel Zeit man zum Rutschen gebraucht hat. Ich allein brauche meist um die 16 Sekunden, Janosch war bei 27 Sekunden, Pascale schaffte 17. Einmal stand bei mir aber 5,12 Sekunden. Das war neuer Tagesbestwert, der alte lag über 7 Sekunden. Der Gesamtbestwert wurde mit 5,02 angezeigt. Ich hatte mich schon immer gewundert, wie das möglich sein kann und heute habe ich mich ganz besonders gewundert, wie ich eine Rutschpartie, die sonst immer 16 Sekunden dauert, plötzlich in 5 Sekunden schaffen kann. Aber gleich nach mir kam der große Junge, der den Ball an Pascales Kopf geworfen hatte, aus der Rutsche, sah für ihn 5,20 Sekunden angezeigt und fing an zu fluchen. Was, wer hat hier gerade eben den Tagesbestwert von 5,12 gerutscht? Das kann doch nicht wahr sein. Er wollte unbedingt den Tagesbestwert knacken. Mehrere Jungs hatten sich oben schon verabredet, wie sie das schaffen wollten. Ich habe nicht genau kapiert, wie das funktioniert, aber anscheinend ist was schiefgelaufen und er hat sich totgeärgert.

Kurze Zeit später stand ein Junge auf halber Strecke mitten in der Rutsche und drückte sich an die Wand, damit die anderen ungehindert durchrutschen konnten. Aber wir haben uns ganz schön erschreckt, als der plötzlich hinter einer Kurve wie ein Gespenst auftauchte.

Irgendwann sagte Pascale zu mir: “Guck mal, da ist ja Hendrik.”  Das ist ein Junge aus ihrer Klasse, den sie aber nicht besonders mag. Ich antwortete: “Ach, merkst du das auch schon, der ist schon seit mehr als einer Stunde hier und schwimmt um uns herum.” Und seine Mutter und sein wenige Wochen alter Bruder waren auch da. Und Pascale kümmerte sich nicht weiter drum, denn mit Hendrik wollte sie auf gar keinen Fall spielen.

Tja, wir waren also tatsächlich viereinhalb Stunden im Wildorado, bevor ich dann endgültig keine Lust mehr hatte und nur noch raus wollte. Die Kinder wären beide gern noch ein paar weitere Stunden dageblieben. Die kleinen Ärgerlichkeiten waren doch nicht so wichtig. Im Wasser planschen zu können lässt einen jeden anderen Groll vergessen.

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heißes Sommerwetter

Da zur Zeit so richtig heißes Sommerwetter ist, haben wir heute mal wieder das Planschbecken vom Dachboden geholt. Die Kinder waren begeistert.

Wir haben eins mit ner Ente dran. An die Ente kann man einen Gartenschlauch anschließen und dann spritzt die so schön. Das haben wir natürlich auch gemacht. Dazu ein paar Wasserpistolen und Janosch und Pascale waren für eine ganze Weile beschäftigt und glücklich.

Später fingen sie an, mit Kreide Muster auf die Steinplatten zu malen. Pascale hatte dann genug vom Planschen und kam wieder ins Haus. Janosch kletterte erst eine Weile auf mir herum. Als mir das zuviel wurde, fiel ihm ein: “Es gibt da ja noch was: das Planschbecken!” Und schwupps, rannte er wieder raus und spritzte und planschte und trank und sprang wie ein Frosch rein in das Becken und wieder raus aus dem Becken.

Mal sehen, ob er das morgen und den Rest der Woche auch noch so schön findet bzw. ab wann es ihm langweilig wird.

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Überraschung für Janosch

Sonnabend früh: Philipp erzählt den Kindern, dass wir nach dem Frühstück eine Überraschung für Janosch haben. Pascale entlockt ihm, dass wir nach Berlin-Neukölln fahren. Mehr kriegt sie nicht raus. Dann fragt sie bei mir. Ich sage ihr auch nichts. Aber sie ist furchtbar aufgeregt und angespannt.

Kurz vor halb elf fahren wir los. Pascale steht als erste bereit zum Losfahren. Janosch ist nicht so sehr interessiert. Ihn lässt das kalt. Als wir ankommen und aus dem Auto steigen, schaut Pascale sich neugierig um. Was könnte hier sein? Sie liest die Schilder ringsum. Was ist eine T-Hall?

Drinnen ist Janosch dann doch erfreut: ist das eine Kletterhalle? Ich habe zwar keine Ahnung, woran er das erkannt hat, aber er hat Recht. In der T-Hall gibt es die Möglichkeit zum Schnupperklettern. Janosch will es gern versuchen. Pascale nicht. Während Janosch die erste Wand hochklettert und zeigt, dass er das schon so gut kann, als ob er schon oft trainiert hätte, ist bei Pascale die Enttäuschung groß. Sie will nicht zugucken und nicht selbst klettern. Sie weint und heult mir die Ohren voll: Was soll ich hier machen? (An  mich habt ihr dabei nicht gedacht, was?)

Als Janosch bei der zweiten Wand ist, möchte Pascale es doch versuchen. Okay. Aber schon nach wenigen Metern verlässt sie der Mut. Der Trainer versucht sie aufzumuntern, ihren Ehrgeiz zu packen, ihr die eigene Lust und die eigene Angst zu vermitteln. Nichts hilft. Sie will wieder runter. Sie versucht es aber an der nächsten Wand, wo mehr Griffe sind. Ab 3 Metern Höhe traut sie sich nicht mehr und will lieber die ersten 3 Meter nochmal versuchen, als weiter nach oben. Das macht sie auch. Aber danach hat sie genug und gibt ihren Gurt wieder zurück. Dann entdeckt sie die Kinderecke und klettert dort ein bisschen herum (ohne Gurt). Das macht ihr wieder Spaß und stolz zeigt sie mir, wie weit sie schon kommt. Na, immerhin, die Stimmung ist gerettet.

Janosch hingegen klettert noch an vielen anderen Wänden hoch und hat Riesenspaß. Er will gar nicht wieder aufhören. Aber dann war die Schnupperzeit vorbei und auch er vergnügte sich dann in der Kinderecke. Hochklettern und mit einem Sprung auf die Matte fallen lassen. Toll!

Wir haben dann noch zugeschaut, wie einige von den Trainern dort ein paar schwierige Wände hochgeklettert sind. Das war ziemlich anstrengend für sie, sie schwitzten und schnauften und fluchten. ;-) Aber was sie geschafft haben, war sehr beeindruckend.

Janosch war anscheinend überhaupt nicht angestrengt. Der trainiert zuhause und im Kindergarten ständig an Bäumen, Schaukeln und Treppengeländern.

Jetzt wünschen sich die Kinder, dass wir in ihren Kinderzimmern an den Wänden auch Griffe anschrauben zum Herumklettern.

Na, Janosch, war das eine gelungene Überraschung: (seine Antwort): Total!

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