Statusbericht: 8 Monate

A – Aufwachen: morgens zwischen 7 und 8 Uhr.

B – Baden: macht besonders viel Spaß, wenn man ganz doll mit der flachen Hand auf die Wasseroberfläche patscht, dass es nur so spritzt. Zwischendurch wird der Waschlappen ausgesaugt, auf dem Thermometerfisch herumgebissen und seit neuestem nimmt sie auch den Waschlappen, hält ihn hoch, lässt sich das Wasser übers Gesicht laufen und freut sich wie ein Schneekönig darüber.

C – Chaos anrichten: kein Problem. Pascale zerrupft Papier und verbreitet es meterweit um sich herum, langt nach allem, was sie erreichen kann, schüttelt es ein bisschen und lässt es dann so ganz beiläufig irgendwo fallen, spuckt hier und da mal ein bisschen und verschmiert es, so gut es eben geht. Gut, dass sie nicht krabbelt, so ist ihr Aktionsradius noch relativ eingeschränkt.

D – Duschvorhang: eines der vielen Dinge, die immer wieder spannend und faszinierend sind. Außerdem die Funktion des Wasserhahnes, der Türklinke und des Lichtschalters.

E – Ernährung: am besten schmeckt immer noch Muttermilch direkt aus der Brust, ein süßer Grießbrei abends von Papa wird auch akzeptiert, am Wochenende auch mittags Gemüsebrei, aber warum Brei von Mama essen, da ist die Brust doch viel schöner – Brei ist zum Spielen da

F – Fremdeln: schon seit einigen Monaten deutlich zu spüren. Solange Mama da ist, ist alles in Ordnung. Von Mamas Arm aus kann man gefahrlos mit Fremden flirten und shakern, aber auf einem fremden Arm gibts schnell Geschrei.

G – Größe und Gewicht: nach vorsichtigen Messungen 73 cm und 9,5 kg. Ein ganz schöner Brocken. Genau richtig für das tägliche Hanteltraining.

H – hopsen: immer wieder gern, auch in diesem lustigen Babyhopser. Hoppe-hoppe-Reiter ist auch immer noch sehr beliebt.

I – Interesse: besteht zunächst für alle unbekannten Dinge. Diese werden – sofern sie erreichbar sind – unverzüglich in den Mund genommen. Dort erfolgt eine detaillierte Strukturanalyse, die selbstverständlich mögliche Veränderungen durch intensive Speicheleinwirkung beinhaltet. Anschließend – prinzipiell, wenn das nächste Objekt ins Blickfeld geraten ist und zum Wunschobjekt der Analyse auserwählt wurde – wird es blitzschnell wie beiläufig aus möglichst großer Höhe fallengelassen. Wenn es dann bumst oder scheppert, schaut sie verwundert dahin, aber ob sie realisiert, dass das Geräusch das Ergebnis ihrer Handlung war, kann ich nicht mit Sicherheit feststellen.

J – jauchzen od. juchzen: häufiger Ausdruck von Freude zur Begrüßung von Mama und Papa nach längerer Abwesenheit, insbesondere morgens beim Aufwachen, denn so eine Nacht ist ja sehr lang, da freut sie sich riesig, wenn sie aufwacht und Mama oder am Wochenende sogar beide Eltern neben sich im Bett sieht, dann dauert das Juchzen noch mindestens eine halbe Stunde an. :-))

K – Krabbeln: ist unter ihrer Würde ;-) lieber Keyboard spielen: je doller man in die Tasten haut, desto besser

L – Lieblingsmusik: Rudolf Ramming “Der kleine MIK (Musik im Kinderzimmer) – Gute Laune” und Mareili von Lampe “Tiere sind auch nur Menschen”.

M – Musik hören: sehr gerne, am liebsten jeden Tag und dazu auf dem Arm getragen werdend tanzen oder auf dem Ball sitzend im Takt mitwippen

N – Nachts durchschlafen: niemals. Sschöner ist es, zweimal pro Nacht an Mamas Brust zu saugen und derart beruhigt wieder sanft zu entschlummern.

O – Ordnung im Sinne von Pascale besteht, wenn gilt: 1. Mama ist anwesend. 2. Ich bin satt. 3a. Es gibt etwas interessantes zu erkunden. 3b. Jemand unterstützt mich, meine gewünschte Zielposition zur Erkundung der interessanten Objekte in meinem Blickfeld zu erreichen (Beispiele siehe unter “D”). Ist eine dieser Regeln nicht erfüllt, tritt das unter “U” beschriebene Verhalten ein.

P – Papier zerreißen: Zeitungen und bunte Werbeblättchen werden in Nullkommanichts zerrupft und vom Tisch gefegt

Q – Quatsch machen: ja, das liebt sie. Ein richtiger kleiner Faxenclown. Quengeln und Quieken sind auch häufig zu erleben. Quieken wird sowohl bei Ärger als auch bei Freude eingesetzt. Die Lautstärke reicht aus für einen mittelschweren Hörschaden.

R – Romane erzählen: ja, manchmal plappert sie ganz schön viel. Seit Dezember kann sie “bababab” und “papapap” und dann lernte sie “mamamam” und im Januar “dadada”. Ansonsten ist immer noch “roje-roje-roje”, “oje-oje-oje” “rrrrrrr” beliebt. Weitere Lautfolgen sind “heeeeeeeeeeeeeee” und jede Menge Äußerungen, die ich schwer in Schruftsprache wiedergeben kann.

S – Sitzen: sehr gute Position zum Spielen, guter Überblick und freie Hände, leider noch eingeschränkte Reichweite, wenn man nicht umfallen will, und das will Pascale nicht, manchmal passiert es aber trotzdem, wenn der Wunsch nach einem Objekt doch größer war als die Vorsicht

T – Töpfchen: regelmäßig morgens nach dem Aufwachen wird das große und kleine Geschäft darauf erledigt, manchmal auch noch mittags oder abends. Es ist immer eine gute Vorsichtsmaßnahme, Pascale direkt nach dem Entfernen einer Windel aufs Töpfchen zu setzen, um eine Entsorgung auf die Wickelunterlage und das Nasswerden von Body und Pullover zu vermeiden.

U – Unordnung: Zustand, der dringend beseitigt werden muss. Dazu ist eine helfende Person nötig, deren Aufmerksamkeit erregt und in die richtige Richtung gelenkt werden muss. Die Aufmerksamkeit wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch Kreischen und Quietschen in hohen Tönen mit anschwellender Lautstärke erreicht. Klingt wie eine kaputte Kreissäge im crescendo und dringt durch Mark und Bein. Hörschaden nicht ausgeschlossen. :-(

V – Verwöhnen: ja, sie lässt sich gern verwöhnen. Wenn sie sehr müde ist, aber nicht so recht einschlafen kann, dann hilft es, sie zu massieren, von oben bis unten zu streicheln. Dabei wird sie plötzlich ruhig, lächelt und schläft ein (obwohl sie Sekunden vorher noch wild rumgezappelt hat). Sie scheint ein richtiger Genussmensch zu sein. Auch beim Stillen werden nur wenige Schlucke Milch genommen, dann erstmal wieder die Brust losgelassen und der Geschmack genossen. Dann wieder rein mit der Brust, Nachschub einsaugen und wieder eine Genießerpause. Beim Brei essen macht sie das manchmal auch. Man kann zusehen, wie sie den Brei auf der Zunge zergehen läßt und ein hoch konzentriertes Gesicht macht. Manchmal ist sie aber auch sehr unkonzentriert und macht Spielpausen.

W – Winke-winke-machen: kann sie noch nicht

X -Y – ???

Z – Zähne: noch kein einziger da. Da sie aber immer völlig fasziniert zuschaut, wenn ich mir die Zähne putze, gebe ich ihr jedesmal eine eigene Zahnbürste, damit sie schon mal üben und ihr Zahnfleisch massieren kann. Zahnfleisch massieren tut sowieso immer sehr gut.

Dieser Beitrag wurde unter Pascale - Jahr 01 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>