Überraschung für Janosch

Sonnabend früh: Philipp erzählt den Kindern, dass wir nach dem Frühstück eine Überraschung für Janosch haben. Pascale entlockt ihm, dass wir nach Berlin-Neukölln fahren. Mehr kriegt sie nicht raus. Dann fragt sie bei mir. Ich sage ihr auch nichts. Aber sie ist furchtbar aufgeregt und angespannt.

Kurz vor halb elf fahren wir los. Pascale steht als erste bereit zum Losfahren. Janosch ist nicht so sehr interessiert. Ihn lässt das kalt. Als wir ankommen und aus dem Auto steigen, schaut Pascale sich neugierig um. Was könnte hier sein? Sie liest die Schilder ringsum. Was ist eine T-Hall?

Drinnen ist Janosch dann doch erfreut: ist das eine Kletterhalle? Ich habe zwar keine Ahnung, woran er das erkannt hat, aber er hat Recht. In der T-Hall gibt es die Möglichkeit zum Schnupperklettern. Janosch will es gern versuchen. Pascale nicht. Während Janosch die erste Wand hochklettert und zeigt, dass er das schon so gut kann, als ob er schon oft trainiert hätte, ist bei Pascale die Enttäuschung groß. Sie will nicht zugucken und nicht selbst klettern. Sie weint und heult mir die Ohren voll: Was soll ich hier machen? (An  mich habt ihr dabei nicht gedacht, was?)

Als Janosch bei der zweiten Wand ist, möchte Pascale es doch versuchen. Okay. Aber schon nach wenigen Metern verlässt sie der Mut. Der Trainer versucht sie aufzumuntern, ihren Ehrgeiz zu packen, ihr die eigene Lust und die eigene Angst zu vermitteln. Nichts hilft. Sie will wieder runter. Sie versucht es aber an der nächsten Wand, wo mehr Griffe sind. Ab 3 Metern Höhe traut sie sich nicht mehr und will lieber die ersten 3 Meter nochmal versuchen, als weiter nach oben. Das macht sie auch. Aber danach hat sie genug und gibt ihren Gurt wieder zurück. Dann entdeckt sie die Kinderecke und klettert dort ein bisschen herum (ohne Gurt). Das macht ihr wieder Spaß und stolz zeigt sie mir, wie weit sie schon kommt. Na, immerhin, die Stimmung ist gerettet.

Janosch hingegen klettert noch an vielen anderen Wänden hoch und hat Riesenspaß. Er will gar nicht wieder aufhören. Aber dann war die Schnupperzeit vorbei und auch er vergnügte sich dann in der Kinderecke. Hochklettern und mit einem Sprung auf die Matte fallen lassen. Toll!

Wir haben dann noch zugeschaut, wie einige von den Trainern dort ein paar schwierige Wände hochgeklettert sind. Das war ziemlich anstrengend für sie, sie schwitzten und schnauften und fluchten. ;-) Aber was sie geschafft haben, war sehr beeindruckend.

Janosch war anscheinend überhaupt nicht angestrengt. Der trainiert zuhause und im Kindergarten ständig an Bäumen, Schaukeln und Treppengeländern.

Jetzt wünschen sich die Kinder, dass wir in ihren Kinderzimmern an den Wänden auch Griffe anschrauben zum Herumklettern.

Na, Janosch, war das eine gelungene Überraschung: (seine Antwort): Total!

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