und er kommt doch

Kaum schreibe ich, dass wir hier bei wunderbarem Herbstwetter Drachen steigen lassen, kehrt auch schon am nächsten Tag der Winter ein. Ich war eigentlich gar nicht darüber erfreut, denn Philipp war weg in Weinheim zur Weiterbildung und Schneeschieben ist zwar an sich kein Problem, aber mit den beiden Kleinen dann häufig doch. Es schneite wie verrückt. Pascale war entzückt. Sie rannte ohne Mütze durch die Gegend und flüsterte mit den Schneeflocken. Janosch war nicht so begeistert: “Mir ist kalt. Ich will reingehen.” Natürlich war er nicht warm angezogen, lief aber hinter Pascale her und fiel hin. Seine Hose war naß und die Beine eiskalt, noch bevor ich überhaupt das Auto ausgeräumt hatte. Ich schnappte ihn mir, zog ihm die nasse Hose aus, Strumpfhose und Matschhose und noch ein paar dicke Pullover an. Das hat zwar eine Weile gedauert, aber dann konnte er draußen auch gut rumlaufen. Ich nahm mir den Schneeschieber und wollte endlich loslegen. Pascale: “Ich will Schnee schieben.” Janosch Papagei: “Ich will auch Schnee schieben.” 2 Schneeschieber hatte ich ja, aber einen dritten für mich nicht. Zum Glück verlor Pascale schnell die Lust und tobte wieder durch den Garten. Sie schüttelte den Schnee von den Sträuchern, was mir gar nicht gefiel. Ich sagte ihr, dass die Sträucher mit Schnee viel schöner aussehen als ohne, das hat sie immerhin akzeptiert und aufgehört. Als ich dann so mittendrin beim Schieben war, kam sie an: “Mama, wollen wir einen Schneemann bauen?” – “Tja, ich würde ja gern, aber ich muss erst den Schnee von der Straße wegschieben.” Als ich fertig war, war es eigentlich viel zu spät, aber die Kinder bettelten so sehr und wer weiß, wann es mal wieder so herrlichen Backschnee gegeben hätte …. also bauten wir noch einen Schneemann. Wir waren ganz schlau und rollten die Kugeln auf der Terrasse, da wurde der Schneemann nicht so schmutzig mit Erde wie im Garten. Schnell 3 Kugeln übereinandergestapelt, Arme dran, ein paar Steine als Augen, Mund und Knöpfe dazu – halt, was fehlt noch? Ein Topf als Hut und eine Möhre als Nase. Hm, die schönen Töpfe aus der Küche wollte ich nicht draußen in den Dreck stellen – ah, ein schwarzer Blumenpflanztopf in der richtigen Größe tuts auch. Und Möhren gabs im Kühlschrank genug. Eine mitten ins Gesicht und … Pascale wollte unbedingt, dass sich der Schneemann noch eine zweite Möhre unter den Arm klemmt – es könnte ja sein, dass ein Hase vorbeikommt und die Nase vom Schneemann auffrißt, dann hat er noch eine als Ersatz. Na gut. Dann aber endlich rein ins Haus und Abendessen und schlafen gehen – war dann etwas später als üblich.

Ich habe am nächsten Morgen ein Bild von unserem Schneemann gemacht und würde es gern hier zeigen, aber leider funktioniert mein Kartenleser gerade nicht. Ich muss mir noch was ausdenken, wie ich das Bild von der Kamera auf den Computer bekomme.

So, jetzt hab ich das Foto:

unser Schneemann

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