Zweckentfremdetes Spielzeug

Wir haben mit Amon ein Spielzeug getauscht. Pascales Gorilla-Spiel gegen Amons Looping Louie. Janosch war total fasziniert von dem Spiel. Stundenlang saß er davor und probierte aus, was und wie man damit spielen kann. Das Spiel besteht aus einem im Kreis fliegenden kleinen Flugzeug, das die Plätze der Spieler überfliegt. Damit das Flugzeug nicht die Chips der Spieler wegschiebt, kann man mit einem Hebel das Flugzeug jeweils kurz bevor es die eigenen Chips erreicht, in die Höhe katapultieren. Janosch übte und übte und das Flugzeug surrte und surrte. Irgendwann hatte er wohl genug davon und zerlegte das Ganze in seine Einzelteile. 4 Hebel mit Chiphalterung und ein Mittelteil für das Flugzeug. Nachdem er das Flugzeug abgebaut hatte, blieb ein Viereck übrig, in dessen Mitte sich die Aufsteckmöglichkeit für das Flugzeug drehte. Dieses Viereck nahm er in die Hand, schaltete ein und strich mit dem Teil kreuz und quer über sein Gesicht: “Mama, ich rasiere mich!” Tatsächlich klang das Ding einem Rasierapparat nicht unähnlich. Kurz danach sagte er: “So, Mama, und jetzt darfst du dich rasieren. Du musst immer so mit dem Rasierer über die Haut streichen, so und so und hier…” Der Junge hat bei Papa aber sehr gut aufgepasst! Ich: “Ich muss mich aber nicht rasieren, in meinem Gesicht wachsen keine Haare.” Janosch: “Ist doch nur gespielt. Na los!” Also gut, rasieren. Immerhin durften wir das Ding wieder ausstellen, als wir mit dem Rasieren fertig waren.

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